Kihon Kata Kumite

Kihon- Grundschule
Das ist der erste Teil. In der Grundschule erlernt der Schüler seinen Körper kennen und zu koordinieren. Es werden Bewegungsabläufe in “Einzelschritten” geübt die, später für das Üben der Kata (vorgegebene Bewegungsabläufe) wichtig sind.

Kata- Form
Beim Üben der Kata ist sehr viel zu beachten. Es gibt im Shito Ryu ca. 60 Kata. Kata sind festgelegte Bewegungen in wechselnde Richtungen. Nicht das Üben der Abläufe, sondern die vielen Möglichkeiten, die in einer Kata überliefert sind, herauszufinden, ist die eigentliche Essenz des Karate. In der Kata ist das gesamte Wissen der Kampfkunst übermittelt. Es ist sehr schwer die besonderen Merkmale einer Kata zu finden. Es dauert Jahre bis man die Genialität die in einer Kata “versteckt” wurde erkennt. Ohne einen guten Lehrer kommt man möglicherweise nie dahinter. Der besondere Reiz am üben einer Kata ist, dass sie bei jedem Mal wenn man sie übt anders empfunden wird, so wie wir uns jeden Tag anders fühlen. Jeden Morgen gehen wir in den Tag und “Kämpfen”. Ursprünglich wurde Kata für die Gesunderhaltung trainiert, weil dadurch die Muskulatur bildet und der Körper fit gehalten wird. Eine Kata ist wie ein "lebendes Buch", welches sich bei jedem Üben neu schreibt. In der Kata wird auf verschlüsselte Weise die erprobte Kampftechnik weiter gegeben. Es gab immer erst den Kampf, dann die Kata und nicht umgekehrt.

Kumite- Kämpfen
Das Kumite von heute ist meistens bekannt als Zweikampf auf Meisterschaften nach bestimmten Regeln und Punktesystemen. Das Kumite das als dritte Komponente des Karate Übens gemeint ist, hat jedoch einen völlig anderen Charakter als es im Wettkampf praktiziert wird. Schließlich wurde die Kampfkunst Karate nicht entwickelt um Punkte zu machen sondern um zu überleben. Erst wenn man sich damit auseinandersetzt, was es bedeutet “um sein Leben” zu kämpfen, entwickelt sich der nötige Geist und Wille die Techniken richtig zu trainieren. Das Gefühl von Sicherheit ist der Lohn für das Üben.